Sundowner Chichester Bay
Sundowner Chichester Bay

“ In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über Dinge,

die du nicht getan hast, als über Dinge die du getan hast.

 Also löse den Knoten, laufe aus

aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde

mit deinen Segeln. Erforsche. Träume. „
                                                                                                                                Mark  Twain

Thomas

wurde in früher Jugend von seinen Eltern mit dem Segelvirus infiziert.

Plötzlich wachst Du auf und hast einen neuen Virus… so war es fast. Etwas genauer: meine Eltern kamen von einer Bootsaustellung zurück und erzählten, dass sie eine Jolle gekauft hätten, würden im bevorstehenden Winter einen Segelschein machen und nach einem Liegeplatz Ausschau halten.

Der anschließende Sommer war geprägt von den ersten Segelversuchen auf der Mosel, dem zukünftige Heimatrevier. Über Optimist und 420er sammelte ich schnell die ersten Erfahrungen. Schon bald stiegen meine Eltern um, kauften ihre erste Segelyacht, fortan verbrachten wir die Wochenenden auf dem Boot und ich konnte weiterhin Jolle segeln. Das Schiff wurde in den ersten Jahren für die Sommerferien nach Holland überführt, später gingen die Überführungen dann nach Travemünde an die Ostsee. Während der Sommerurlaube konnte nach Herzenslust gesegelt werden, die Touren wurden immer länger, immer neue Ziele in Nordsee und Ostsee wurden angesteuert. Ein Boot mit Wind und Segeln zu bewegen ließ mich nicht mehr los.

Der Gedanke, auf diese Weise irgendwann mal weiter entfernte Ziele anzusteuern ja vielleicht sogar mal die Welt zu umsegeln wuchs früh in mir. Zwischendurch habe ich mir die Hörner beim Surfen abgestoßen, aber mit der Geburt meiner beiden Töchter kam die nie verlorene Sehnsucht zurück. Segeln ist dann doch die familienfreundlichere Variante und aus dem Traum einer Weltumseglung wurde die Idee einer Weltbeseglung. Das Ziel ist nicht einmal um den Globus, sondern hin zu den schönen Stellen und verweilen ohne Eile.

 

Thomas
Thomas

 

Susi

Zum Segeln gekommen bin ich wie die Jungfrau zum Kind oder wie die Mutter zu ihrer Ruhe.
Meine Eltern hatten, als ich sechs Jahre alt wurde, ein Ferienhaus am Grevelingenmeer gekauft. Fortan durfte nun meine Mutter mit mir und meinem älteren Bruder Lars jede Sommerferien sechs Wochen dort verbringen. Irgendwann erfuhr sie, dass der ansässige Segelclub dort in den Schulferien, dreiwöchige Segelkurse für Kinder anbot…..

Völlig erfahrungs- und praxisfrei absolvierte ich nun also Jahr für Jahr dort diese wirklich spaßigen drei Wochen mit etwa 30 Kindern, je fünf Kids und ein Lehrer auf einer Centauer Jolle. Segeln gelernt habe ich nicht wirklich gut, aber sehr viel Spaß habe ich gehabt. Was mich hingegen bleibend geprägt und nie wieder los gelassen hat, war dieser Geruch von Freiheit und Abenteuer und das unverwechselbare Gefühl des frischen Segelwindes im Gesicht.

Jahre später, beim Studium am Aasee, habe ich meinen späteren Mann für dieses Hobby begeistern können und wir haben nach und nach erst alle Scheine und dann das Grevelingenmeer, das Ijsselmeer, Friesland, die Nordsee und die Kornaten zu zweit auf immer anderen Charterschiffen zwischen 28 und 34  Fuß unsicher gemacht. 1997 hatte ich dann das große Glück, dass der Freund meines Vaters mir seine alte Carina 20 vermachte. Somit konnten wir nun auch an den Wochenenden und während vieler Schulferien mit unseren beiden Töchtern auf dem Grevelingenmeer und durch Zeeland schippern

Nach der Trennung von meinem Mann wurde mein Böötchen dann zu meiner ganz persönlichen „Insel“ auf der ich so viel Zeit wie möglich alleine verbrachte. Die Liebe zur autarken Einfachheit auf dem Boot und das befreiende Gefühl der selbst bestimmten Einsamkeit, waren letztlich der Grund dafür, dass sich in mir der feste Wunsch manifestierte, irgendwann für immer auf dem Wasser glücklich zu sein.

 

Susi
Susi

 

Wir

Jetzt fragen sich einige vielleicht, wie sind die Zwei dann letztendlich ein „WIR“ geworden?

Wir wissen es ehrlich gesagt auch nicht genau. War es Schicksal ?  Zufall ?  Gottes Fügung ?  Sau viel Glück ?  Oder war die Zeit für ein UNS einfach gekommen ? Fakt ist, Susi hat zum richtigen Zeitpunkt eine Annonce auf „Segler-sucht-Seglerin.de“ aufgegeben und Thomas hat sie kurz darauf entdeckt und die richtigen Worte in seiner ersten Mail gefunden, um Susi für ihn zu begeistern.
Wir wussten damals, als wir beide auf der Suche nach einem neuen Partner waren, nur eins: Wir wollten jemanden, der die gleiche Sehnsucht nach dem Leben auf dem Wasser und dem Segeln hat, wie wir selbst. Wir waren bereit viele Kompromisse einzugehen, wenn denn nur dieses Eine passt. Wir wussten, s
ich mit 42 und 52, nach 20 Jahren Ehe, neu zu binden ist bekanntlich nicht wirklich einfach. Aber wir sollten erfahren, dass alles möglich ist, wenn Zwei sich plötzlich begegnen, die die gleiche Sehnsucht teilen und den gleichen bekloppten Traum haben.
Und nun gehen wir Zwei seit 2014 tatsächlich Hand in Hand, mit großen Schritten der Erfüllung unseres gemeinsamen Traumes entgegen, um diesen im Sommer 2021 endlich wahr werden zu lassen. Drückt uns die Daumen, dass wir es schaffen! Wir werden Euch weiter teilhaben lassen. Jetzt, Ende Mai 2019 nehmen wir Euch erst mal drei Monate mit auf unsere große Generalprobe zu den Stockholmer Schären, wenn ihr mögt!